Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler startet Landeszentrale „Daheim und füreinander“

Mit der steigenden Zahl älterer Menschen in Rheinland-Pfalz wächst der Bedarf an altersgerechten Dörfern und Quartieren. Die neue Landeszentrale „Daheim und füreinander“ wird künftig der zentrale Ansprechpartner für Kommunen, Verbände, Träger der freien Wohlfahrtspflege und Initiativen sein, die altersgerechte Strukturen vor Ort entwickeln und stärken wollen. Dafür werden die Landesfachstellen für neue Wohnformen und Demenz sowie die Servicestellen für Pflegestrukturplanung, Unterstützungsangebote im Alltag und das Landesnetzwerk Anlaufstellen für ältere Menschen unter einem Dach gebündelt. Die Zentrale berät, informiert und unterstützt zu Organisation, Aufbau und Förderung von passenden Wohn-Pflegeangeboten, sorgenden Gemeinschaften und Unterstützung für ältere Menschen im Dorf oder Quartier.

„Es braucht mehr altersgerechte Dörfer und Quartiere für eine zunehmende Zahl älterer Menschen“, betonte Sozialministerin Bätzing-Lichtenthäler zum Start der neuen Landeszentrale. „Mit Beratung, einem besseren Zugang zu Fördermöglichkeiten, der engen Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort und der kontinuierlichen fachlichen Begleitung durch den neuen Beirat wollen wir die Unterstützung älterer Menschen in Rheinland-Pfalz zukunftsfähig und nachhaltig weiterentwickeln. Dafür brauchen wir mehr aufsuchende Beratung, altersgerechte Wohnangebote und sorgende Gemeinschaften. Ältere Menschen sollen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Es gibt bereits viele gute Beispiele im Land, die zeigen, wie das gelingen kann. Mit der neuen Landeszentrale und dem Beirat schaffen wir jetzt die Voraussetzungen, um solche sozialräumlichen Angebote überall in Rheinland-Pfalz zu entwickeln.“

Landesfachstellen unter einem Dach gebündelt

Die neue Landeszentrale ist im Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) angesiedelt und wird von einem Beirat begleitet. Mit der heutigen konstituierenden Sitzung des Beirats nimmt die Landeszentrale ihre Arbeit offiziell auf. Die Idee dazu stammt aus einem landesweiten Beteiligungsprozess, an dem bis zum Mai 2025 über 150 Expertinnen und Experten aus den Bereichen Pflege, sorgende Gemeinschaften und Wohnen teilgenommen hatten.

Breites Bündnis begleitet die neue Landeszentrale

Der neu eingerichtete Landesbeirat begleitet als fachliches Gremium die Arbeit der Landeszentrale. Er setzt sich aus einem breiten Bündnis von Vertreterinnen und Vertretern kommunaler Spitzenverbände, der Wohlfahrtspflege, Krankenkassen, Wohnungsunternehmen, Verbraucherzentrale, Selbsthilfeorganisationen, Pflegeeinrichtungen, Seniorenvertretung sowie der zuständigen Landesministerien zusammen. In Expertengruppen können Themen wie Einsamkeit, Sorgenetzwerke, Demenz oder altersgerechtes Wohnen vertieft werden.

LSJV-Präsidentin Heike Gorißen-Syrbe gab dem Beirat einen Ausblick auf die Arbeit der neuen Landeszentrale und betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit für die Versorgung im Alter: „Mit ihrer Expertise und Erfahrung in der Beratung und im Aufbau von Strukturen unterstützen unsere Mitarbeitenden der neuen Landeszentrale Akteurinnen und Akteure in Dörfern und Quartieren. Gemeinsam stellen wir uns der Aufgabe, vor Ort tragfähige und nachhaltige sorgende Gemeinschaften entstehen zu lassen.“

Mit einem Vortrag zur Rolle der sozialräumlichen Versorgung für eine alternde Bevölkerung ordnete Prof. Anne van Rießen von der Hochschule Düsseldorf den neuen Ansatz in Rheinland-Pfalz auch in den bundesweiten Kontext ein.

Selbstbestimmt leben und Gemeinschaft vor Ort stärken

Mit der Landeszentrale „Daheim und füreinander“ nimmt Rheinland-Pfalz eine Vorreiterrolle ein und setzt ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte Versorgung älterer Menschen, die ein selbstbestimmtes Leben in vertrauter Umgebung ermöglicht, die Gemeinschaft vor Ort stärkt und den demografischen Wandel aktiv gestaltet.

Informationen zu den Angeboten der Landeszentrale finden Sie unter: lzdafuer.rlp.de

Quelle Text/Bild:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familien und Jugend Rheinland-Pfalz
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55116 Mainz

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Mainz, 17.08.2026